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N51.
206219°
E11.
773786°

Herzoglicher Weinberg

Freyburg

Klimafolgenanpassung im barocken Weinbau

Umsetzung durch

Geo-Naturpark Saale-Unstrut-Triasland e.V. | Projektleitung: Dr. Matthias Henniger

Als barocker Terrassen- und Steillagenweinberg mit einem der ältesten erhaltenen Weinbergshäuschen der Region aus dem Jahr 1774 ist der Herzogliche Weinberg ein eingetragenes Baudenkmal. Zudem ist er der einzige öffentlich zugängliche Schau- und Lehrweinberg im gesamten Weinbaugebiet Saale-Unstrut. Auf den Anbauflächen werden zwanzig der über sechzig regional kultivierten Rebsorten präsentiert und alte Rebsorten, die den Reblaus- und Mehltaubefall im 19. und 20. Jahrhundert überdauerten, als Genressource erhalten. Der Weinanbau erfolgt auf 0,7 von insgesamt 1,3 Hektar. Die restliche Fläche ist als Biotop ebenso typisch für die Trockenhänge an Saale und Unstrut. Über die gesamte Länge des Weinberges erstreckt sich ein Lehrpfad. Auf Schautafeln, bei Führungen und Weinverkostungen wird Wissen vermittelt zum Weinanbau, insbesondere dem Steillagenweinbau, zur Weinherstellung und zu den Besonderheiten der Region Saale-Unstrut-Triasland. Im Ausschankbereich ist zudem eine historische Mostpresse ausgestellt.

Der historische Weinbaustandort ist durch die zunehmenden Trockenperioden gefährdet. Zum Zeitpunkt der Antragstellung hatten vor allem die Rebstöcke der oberen Terrassen schwer gelitten. Daher wurde aus den Mitteln des Soforthilfeprogramms eine Anlage zur effizienten Tröpfchenbewässerung installiert, welche die Funktion und Optik der barocken landwirtschaftlichen Anlage nicht beeinträchtigt. So kann der Schauweinberg in seiner traditionellen Form als regionale und überregionale Besonderheit erhalten und Sammlungsgut bewahrt werden.

Projekt­details

Art der Einrichtung

Naturdenkmal

Bundesland

Sachsen-Anhalt

Fördersumme

41.993,29 €

Förderjahr

2021