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N48.
424293°
E9.
036422°

Ofterdinger Mühle

Ofterdingen

Ofterdinger Mühle, Getreidemühle, Erhalt von Gebäude und Mühlentechnik aus den Jahren seit 1420

Umsetzung durch

Kulturdenkmal Ofterdinger Mühle e.V. / Projektleitung: Peter Kaiser

Die Ofterdinger Mühle ist eine ländliche Kleinmühle mit fünf Mahlgängen. Der Kernbau des Gebäudes datiert auf das Jahr 1420, ein größerer Umbau erfolgte 1629. Das Gebäude erfuhr keine Zerstörungen und ist daher in vielen Details eine Zeitreise durch die Baugeschichte und -technik seit dem Spätmittelalter. Darüber hinaus ist es eine lebendige Dokumentation von Wohnen und Arbeiten unter einem Dach. Noch bis in die 1980er Jahre wurde ein Mahlgang zum Schroten von Viehfutter betrieben. Trotz des jahrzehntelangen Stillstands ist die Müllereitechnik noch vorhanden. Vier der fünf Mahlgänge laufen und auf einem kann derzeit gemahlen werden. Im vergangenen Jahrzehnt geriet die Mühle wieder stärker ins Bewusstsein der ortsansässigen Bevölkerung. An den jährlichen Mühlentagen wurde die Mühle für das Publikum geöffnet. Führungen, Vorträge, Lesungen und Konzerte auf dem Mühlengelände zeugen vom zunehmenden Interesse, den drohenden Abriss der Mühle verhindern und einen Ort der Begegnung schaffen zu wollen. Im Jahr 2021 gründete sich ein Verein mit dem Ziel, das Gebäude zu erhalten, historisch-wissenschaftlich zu erforschen und Veranstaltungen anzubieten.

Der bauliche Zustand der Mühle erlaubt solche Aktivitäten allerdings nur sehr bedingt, denn Anfang der 1960er Jahre wurden Silozellen in die Mühle eingebaut, die sich über alle fünf Stockwerke ziehen. Aus den Mitteln des Soforthilfeprogramms werden die Silos zurückgebaut, um die alte Müllerwohnung wieder herzustellen. Zudem wird das Querhaus baulich gesichert. Damit werden grundlegende Voraussetzungen geschaffen, die Mühle langfristig zu erhalten und zu nutzen.

Projekt­details

Art der Einrichtung

Baudenkmal, Landwirtschafts-/Landtechnikmuseum

Bundesland

Baden-Württemberg

Fördersumme

49.948,66 €

Förderjahr

2021